Unkraut – oder eher Wunderkraut? Der Löwenzahn gilt als Allround-Stärkungsmittel

Unkraut ist der Sammelbegriff für alle Pflanzen, die gegen den gestalterischen Willen des Gärtners aus dem Boden schießen. Und zu allem Übel sind die ungewollten Kräuter auch noch besonders hartnäckig und zäh – die reinsten Überlebens-künstler. Sie können von ihrer Kraft profitieren, indem Sie Löwenzahn, Giersch, Spitzwegereich, die Vogelmiere oder das Wiesenlabkraut nicht auf den Kompost werfen, sondern mit in die Küche nehmen. Denn die Unkräuter sind reich an Mineralstoffen, Spurenelementen und Vitaminen. Ihre Pflanzensäfte stärken das Immunsystem, machen „basisch“ und unterstützen durch ihren hohen Ballaststoffgehalt die Ausscheidungsfunktionen des Körpers.
Chlorophyll ist außerdem ein hervorragender Blutbildner und -reiniger. Es versorgt den Körper mit leicht aufnehmbarem Eisen, fördert die Wundheilung, wirkt gegen Entzündungen und sorgt für eine gesunde Darmflora. Kein Wunder, dass grüne Smoothies den Ruf genießen, munter zu machen.

Wildgemüse wie Löwenzahn, Brennnesseln, Giersch, Vogelmiere oder Wiesenlabkraut enthalten mehr Nähstoffe und Bitterstoffe als angebautes Gemüse, doch natürlich können Sie auch Spinat, Mangold, Rucola oder Freilandsalate für den Smoothie verwenden.

Der grüne Smoothie entstand aus einer Notsituation heraus: Die Wahlamerikanerin Victoria Boutenko litt an einer Herzkrankheit, ihr Mann an rheumatischer Arthritis und Schilddrüsenüberfunktion, ihre Kinder an Diabetes und Asthma.
Da die Ärzte keinen Rat wussten, stellte Victoria Boutenko die Ernährung der Familie auf Rohkost um. Nur grüne Blattgemüse fehlten, weil ihre Lieben den Geschmack nicht mochten. Also pürierte Victoria das Gemüse zusammen mit Beeren – und voila: Der Grüne Smoothie war erfunden, auf den heute viele Hollywoodstars schwören.

Das Wohlbefinden der Familie Boutenko verbesserte sich so dramatisch, dass Victoria Bücher veröffentlichte und weltweit Vorträge über grüne Smoothies hält, damit möglichst viele Menschen von dieser einfachen und zudem noch wohl-schmeckenden grünen Medizin profitieren.

Lassen Sie Ihrer Kreativität freien Lauf, was die Zusammensetzung betrifft. Als Faustregel gilt: Geben Sie 200 Milliliter Wasser gemeinsam mit 150 Gramm zerkleinertem Grünzeug nach Wahl (je nach Geschmack ergänzt durch Kräuter wie Petersilie, Minze, Dill, Basilikum oder Oregano) in einen Mixer. Mixen Sie alles ein bis zwei Minuten. Fügen Sie dann 150 Gramm zerkleinerte Früchte hinzu und schalten Sie den Mixer erneut ein, bis ein homogener Drink entstanden ist.
Durch das Mixen wird das Blattgemüse optimal verdaulich. Da die Zellwände dabei aufgebrochen werden, erreichen die Nährstoffe schnell die Körperzellen. Übrigens sollten Smoothies nicht eilig getrunken werden. Lassen Sie jeden einzelnen Schluck genießerisch im Munde zergehen!

Category: Fachbeiträge

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